
Die Schuppen Historie
Der Schuppen 9, einer von 20 Schuppen im Lübecker Hafengebiet, wurde 1906 nach dreijähriger Bauzeit fertig gestellt und steht heute unter Denkmalschutz. Bevor das Gebäude zum Veranstaltungsraum umfunktioniert wurde, diente es der Lagerung und Verschiffung von Getreide, Salz, Wein und anderen Handelsgütern.
Komplett aus Holz gefertigt und auf Pfählen und Kies errichtet, ist der Schuppen vor allem angesichts seiner Deckenkonstruktion, die ihre Stabilität nur aus Stützbalken und Spannseilen gewinnt, eine bemerkenswerte architektonische Leistung.
Von der Straßen- bis zur Wasserseite besteht ein 20cm starkes Gefälle. Es ermöglichte dank Pferdewagen und Rollen eine vereinfachte Anlieferung und Verladung von Waren, die von der Wasserseite aus per Schiff in die Welt verschickt wurden. Diese Funktion erfüllten die Räume im Schuppen 9 noch bis 1945, später lagerten verschiedene Firmen dort ihre Waren.
1996 wurde schließlich der kleine, mit Kopfsteinpflaster ausgelegte Raum des Schuppens mit privaten Mitteln zu einem rustikalen Veranstaltungsraum umgebaut. Dieser Teil des Gebäudes wird inzwischen von einem anderen Veranstalter betrieben.
Im Jahr 2000 folgte die Umgestaltung des großen Raumes. Gabriele Ullrich und ihr Team renovierten den 800qm umfassenden "Großen Saal" im Schuppen 9 mit hohem Aufwand und viel Liebe zum Detail. Besonderer Wert wurde bei den Arbeiten darauf gelegt, den originalen Dielenboden zu erhalten und das maritime Flair der Umgebung auch in der Einrichtung zu spiegeln.
Der einfache Hafenschuppen verwandelte sich in einen festlichen und gleichzeitig urigen Veranstaltungssaal, der Jahr für Jahr mit Neuerungen aufwartet. Dem Erfolg der letzten Jahre ist es zu verdanken, dass sich der "Schuppen 9 Großer Saal" und die angeschlossene Segelzentrale einen festen Platz in der Lübecker Eventbranche erobert haben.